Buchprojekte

Lektorat, Korrektorat und Buchsatz: Was brauche ich?

Lektorat bearbeitet je nach Auftrag Aufbau, Verständlichkeit und Stil. Korrektorat konzentriert sich auf sprachliche Fehler. Buchsatz gestaltet den Text für die spätere Ausgabe. Die genaue Bearbeitungstiefe muss vereinbart werden, weil Anbieter diese Begriffe unterschiedlich weit verwenden.

Erst den Text, dann die Seiten festlegen

Wenn ganze Kapitel noch umgestellt werden, ist ein endgültiger Buchsatz zu früh. Sonst müssen Layout, Seitenumbrüche und Verweise erneut geprüft werden. Beginne mit einer Textprobe und einer ehrlichen Einschätzung: Ist der Inhalt fertig oder verändert sich die Struktur noch?

Welche Fragen die Textprobe klärt

  • Ist der rote Faden verständlich?
  • Passt die Sprache zur Zielgruppe?
  • Wiederholen sich Aussagen unnötig?
  • Geht es um behutsame Korrekturen oder eine stärkere Überarbeitung?

Eine Probe hilft beiden Seiten, Aufwand und Ton abzustimmen. Ein persönlicher Stil muss nicht durch möglichst glatte Standardsätze ersetzt werden.

Print und E-Book getrennt denken

Ein gedrucktes Buch hat feste Seiten. Ein anpassbares E-Book verhält sich auf verschiedenen Geräten anders. Tabellen, Bilder und Verweise sollten passend zur Ausgabe geplant werden. Ein PDF ist daher nicht automatisch die beste E-Book-Datei.

Die letzte Prüfung bleibt wichtig

Nach dem Satz werden unter anderem Überschriften, Seitenfolge, Bildunterschriften und auffällige Umbrüche geprüft. Größere neue Textänderungen können erneut Auswirkungen haben. Vereinbart deshalb, wann der Text als freigegeben gilt und wie spätere Änderungen behandelt werden.

Für dein nächstes Gespräch

  • Eine repräsentative Textprobe und Zielgruppe nennen.
  • Bearbeitungstiefe und Dateiformate vereinbaren.
  • Textfreigabe und Schlussprüfung als eigene Schritte planen.